Positionen und Studien
Positionen

Risiken der „Vier-Hebel-Strategie“ der Boston Consulting Group und des Bundesministeriums für Gesundheit – oder die Relevanz von Design-Methoden für einen rationalen Antibiotikaeinsatz.



Das Bundesministerium für Gesundheit beauftragte ein Gutachten von der „Boston Consulting Group (BCG)“.  In „Breaking through the Wall - Aufruf zu einer konzertierten Initiative für Antibiotikaforschung und -entwicklung” wird eine „vier Hebel” Strategie vorgestellt. Die vorgeschlagenen Förderfonds werden, sollten diese so in der Gänze umgesetzt werden, keine nachhaltige Wirkung haben auf das komplexe Thema der Antibiotikaresistenzen entfalten.

🢒Relevanz von Design-Methoden für einen rationalen Antibitiokaeinsatz



Self-Immersion als Methode zur Designentwicklung von Informationsmaterialien

Erleben schlägt lesen.



Wie gestalten wir Informationen für Menschen des Jahrgangs 1948 bis 1957? Wissen um die kognitiven Fähigkeiten ist gut verfügbar – doch wie alle Studien sind die Inhalte meist verkürzt. Und ehrlich – die Aussage „Hohe Kontraste” im Schriftbild ist für Typographen so wie für Köche „das Dessert soll süß sein” – also die Bandbreite der Interpretation hoch. Viele Informationsmaterialien sehen und lesen sich heute so, als ob beim Auspusten der Geburtstagskerzen das letzte Fünkchen Verstand und ästhetisches Empfinden gleich mit erloschen sind. Daher ein Selbstversuch.

🢒Jan2017 Selfimmersion AgeSuit



Studien

Nutzerzentrierte Methoden aus dem Service Design 
als Forschungsmethode im Gesundheitswesen

Umgang mit Antibiotika und Resistenzen im Krankenhaus auf Intensivstationen und in der Chirurgie

Der Anstieg von multiresistenten Erregern wird international und national von Fachexperten als eine zunehmende Gefahr für die Allgemeinheit und die erfolgreiche medizinische Versorgung gesehen. Die Personen, die Antibiotika verschreiben, (Hausärzte, Tierärzte, Ärzte in der Intensivmedizin) sind sich ihres Beitrags auch zur lokalen Resistenzsituation sowie der Relevanz der Aufgabenstellung bewusst. Dies gilt insbesondere für die in der Intensivmedizin tätigen Ärzte. Trotz dieses Bewusstseins ist der Einsatz von Antibiotika ungemindert hoch und die Adhärenz von S2- und S3-Leitlinien geringer als nötig. Dies wirft die Frage auf, welche Barrieren dem rationalen Einsatz von Antibiotika entgegenstehen. Zur Beantwortung der Frage müssen Rahmenbedingungen, personenbezogene und prozessorientierte Determinanten erfasst werden.



Zur Barriereermittlung wurde ein „Mixed Methods Research“-Ansatz1 verfolgt, bei dem quantitative und qualitative Forschungsmethoden miteinander kombiniert werden. Nach Desktoprecherchen im Rahmen eines Service Design-Ansatzes wurden die ökonomischen, strukturellen und gesundheitspolitischen Bedingungen im Umfeld deutscher Kliniken erfasst. Im Anschluss haben ein Service Designer und ein Sozialwissenschaftler vor Ort explorative qualitative Erhebungen durchgeführt. Intensivärzte und Chirurgen wurden bei ihrer täglichen Arbeit beobachtend begleitet (n=2) und narrative, leitfadengestützte Interviews (n=10 / Berliner Raum und Thüringen) über ihre Tätigkeit geführt. Die quantitativen Erhebungen bei Intensivmedizinern (n=110) erfolgten anhand eines Online Surveys (Lime Survey). Der Zugang zum Survey wurde als offener Link über E-Mail im Schneeballsystem verteilt. Ergebnisse der Service Design-Recherche, der narrativen Interviews und des Online Survey flossen in die Ermittlung der Barrieren ein.

🢒Download Abstract KH-Studie-AB

Studie: Barrieren des Antibiotikaeinsatzes, Krankenhaus
🢒Bei Interesse an der kompletten Studie können Sie hier gerne mit uns in Kontakt treten.




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